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Aktuelles

Integrating "Green Chemistry" into the Regulatory Framework of European Chemicals Policy
Studie
Vor 20 Jahren legten Paul Anastas und John Warner ein Konzept der "Green Chemistry" vor, das auf eine ambitionierte Agenda für "grüne" chemische Produkte und Prozesse abzielt. Die aktuelle Situation zu bewerten und Möglichkeiten aufzuzeigen, "Green Chemistry" weiter in den regulatorischen Rahmen der EU-Chemikalienpolitik zu integrieren, ist das Ziel dieser vom österreichischen Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus im Rahmen des zweiten "REACH-Reviews" der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie.
"Grüne Chemie" steht für eine Reihe von Prinzipien, die die Verwendung oder Erzeugung problematischer Stoffe bei der Entwicklung, Herstellung und Anwendung chemischer Produkte reduzieren oder vermeiden. In einem umfassenderen Marktkontext kann sich das Konzept jedoch nur durchsetzen, wenn die relevanten Akteure damit konkrete Geschäftsmodelle verknüpfen können. Daher analysiert die Studie den Produktkontext, in dem die Chemie eingesetzt werden soll, sowie den gesamten Lebenszyklus der Substanz. Außerdem betont sie, dass Green Chemistry Lernprozesse der Akteure entlang des Lebenszyklus erfordert. 
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(3.11.2019)
 

LIFE AskREACH: "Legal Tech" gegen Vollzugsdefizit bei Verbraucherinformationen zu Chemikalien in Alltagsprodukten 
Posterbeitrag
Die Tagung "Verbraucherforschungsforum 2019 – Verbraucherrechte verwirklichen!" am 26./27.09. in Karlsruhe setzte sich intensiv mit verschiedenen Instrumenten des Verbraucherrechtsvollzugs auseinander. Martin Führ und Julian Schenten präsentierten im Rahmen einer Postersession das LIFE AskREACH-Projekt, das "Legal Tech"-Lösungen entwickelt, um Vollzugsdefizit bei Verbraucherinformationen zu Chemikalien in Alltagsprodukten zu überwinden.
Zur Postersession... sowie zum Plakat als pdf.
(25.10.2019)
 

Terminologisch kreativ, juristisch aber unhaltbar: Das "Thermofenster" gibt es im EU-Recht nicht
TV Beitrag (ARD: Plusminus)
Die Autoindustrie behauptet, es sei ausreichend, dass die Fahrzeuge auf dem Prüfstand die Grenzwerte einhalten. Was auf der Straße passiert, sei im EU-Recht nicht geregelt. Das aber trifft nicht zu. Denn Abschalteinrichtungen sind generell verboten: Auf dem Prüfstand und unter "normalen Betriebsbedingungen". Das EU-Recht kennt kein Thermofenster. Im Gegenteil, es verlangt, dass die Abgasreinigung auch bei tiefen Temperaturen (minus sieben Grad) schon nach sieben Minuten (400 Sekunden) in vollem Umfang funktioniert. Die Hersteller müssen alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen, um Schadstoffe zu vermeiden. Nur in Ausnahmefällen, wo dies auch bei Einhaltung des "Stand der Technik" nicht gelingt, darf ausnahmsweise eine Abschalteinrichtung zum Einsatz kommen. Die Lesart der Autoindustrie kehrt dieses Regel-Ausnahme-Verhältnis um. Das aber ist juristisch nicht zulässig. Die technischen Möglichkeiten und die Rechtslage erläutert ein Beitrag im ARD-Magazin plusminus.
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(16.10.2019)


Tod unter dem LKW-Anhänger: Verkehrsminister Scheuer verweigert den Kommunen klare Rechtsgrundlage, um tragische Unfälle von Radfahrern und Fußgängern bei abbiegenden LKW zu verhindern
TV Beitrag (ARD: Report München)
Jedes Jahr sterben 20-30 Radfahren unter den Hinterrädern rechts abbiegender LKW. Die Zahl betroffener Fußgänger ist nicht bekannt. Wer einen solchen Überroll-Unfall überlebt, ist für den Rest des Lebens gezeichnet. Auch die LKW-Lenker, die einen solchen Unfall zu verantworten haben, werden oft ihres Lebens nicht mehr froh. Von den betroffenen Angehörigen ganz zu schweigen.
Dies alles zeigt eindrucksvoll der Beitrag in Report München. Dabei gibt es einen elektronischen Abbiegeassistenten, der die Fahrer optisch und akustisch warnt, sobald sich beim Abbiegen eine Person im Toten Winkel befindet. Für neue LKW ist dies in einigen Jahren verpflichtend. Die aktuell im Einsatz befindliche LKW-Flotte könnte man für gut 1.000 Euro nachrüsten. Ein wirksames Mittel, dies zu beschleunigen, wären Einfahrverbote für LKW ohne Abbiegeassistenten in Straßen, an denen solche Unfälle passieren können. Die Stadt Wien hat diesen Weg beschritten. In Deutschland ist dies nach geltendem Recht auch möglich. Eine Änderung der Straßenverkehrsordnung würde es aber für die Städte und Gemeinden leichter machen. Bundesverkehrsminister Scheuer verweigert dies bislang; er setzt auf freiwillige Maßnahmen der Spediteure. Dabei übersieht er, dass lokale Einfahrverbote für Speditionen, die bereits nachgerüstet haben, einen Wettbewerbsvorteil darstellen würden.
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(08.10.2019)
 

Betrug mit Tradition: Schon Euro 4-Fahrzeuge des VW-Konzerns enthalten eine "Akustikfunktion" als verbotene Abschalteinrichtung
TV Beitrag (ARD: Mittagsmagazin)
Die Behörden zu belügen hat im Volkswagen-Konzern eine längere Tradition als bislang bekannt. Die Diesel-Fahrzeuge nicht nur der Abgasklassen Euro 5 und Euro 6 sind betroffen, sondern auch die vorherige Generation der Euro 4-Fahrzeuge. Dazu nutzte man die sogenannte "Akustikfunktion". Sie ist abgestimmt auf die Bedingungen, unter denen die Tests auf dem Prüfstand stattfinden. Die Vorgaben sagen, dass dort eine Temperatur von 20 – 30 Grad herrschen soll. Audi und VW (siehe BR Recherche) nutzen einen Temperatur-Sensor, der dafür gesorgt, dass unterhalb von 18 und oberhalb von 33 Grad die Abgasreinigung außer Funktion tritt. Darin sieht selbst der Hofgutachter des BMVI, Prof. Wachtmeister (TU München) eine unzulässige Abschalteinrichtung (Min. 2:06). Dies ist zutreffend. Denn die von VW und anderen genutzte "Akustikfunktion" ist nichts anderes als eine Prüfstandserkennung.
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(08.10.2019)


Traceability as driver for more sustainable chemistry in the global textile supply chains
Review article
Problematic substances in textile articles and related risks for human health and the environment gain increasing attention in societal debates triggering new legal requirements aimed at safe articles and material cycles. Thus, textile brands and retailers are facing new challenges: they have to deal with compliance issues in an industry sector which is characterized by particularly volatile and — up to now — mainly price-driven supply chain relationships. Concurrently, they have to respond to societal demands on a global level. In both respects, acting ‘beyond compliance’ is necessary; first, to be prepared for future legal requirements related to substances in articles and circularity and, second, to tackle even more aspirant market expectations. A sector-wide supply chain communication approach aiming at full traceability of substances in articles is one angle to overcome the outlined challenges, while enabling actors to actively manage substitution strategies with a view to sustainable chemistry. The paper - authored by JulianSchenten, Martin Führ, Silke Kleihauer and Joana Schönborn - is based, i.a., on findings of (transdisciplinary) research projects conducted by sofia; e.g. the SuSport-Project. Retrieve the paper at the Elsevier Website  ... Until December 1st, the article is freely available under this link.
(5.10.2019)
 

Neue Studien und Mitwirkungsmöglichkeiten für Unternehmen in LIFE AskREACH
Forschungsprojekt
Das Projekt LIFE AskREACH zielt ab auf einen verminderten Einsatz von problematischen Stoffen in Produkten ("Erzeugnissen"), indem es Instrumente für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Verbrauchern (Smartphone-App) sowie innerhalb der professionellen Lieferketten (Material Daten System - MDS) bereitstellt. Diese erhöhen die Transparenz zu Stoffen in Produkten und setzen somit auf unterschiedlichen Ebenen Impulse für ein geändertes Produktdesign. Ausgangspunkt sind die Kommunikationspflichten nach Artikel 33 der EU-Chemikalienverordnung REACH, zu deren Umsetzung das Projekt beitragen soll. Empirische Forschungsberichte zu Lieferketten-Kommunikation und Verbraucherwahrnehmung   sowie zu Aufkommen und Wirkung von Smartphone-Apps bezüglich Stoffen in Produkten finden sich unter laufende Projekte, ebenso wie weiterführende Informationen für Unternehmen, die Interesse an einer Nutzung des MDS haben.
(9.8.2019)
 

Vorsprung durch Versmaß: Audi und das Kraftfahrtbundesamt auf den Spuren des Erlkönigs
TV Beiträge
Im Volkswagen-Konzern ist Audi so etwas wie die Keimzelle des Dieselskandals. Bereits im Jahr 2003 hat ein Entwicklungsingenieur seine Nöte, illegale Abschalteinrichtung in die Motorsteuerung einbauen zu müssen, in einem Gedicht handschriftlich zu Papier gebracht (siehe dazu FAZ vom 4.7.209: "Vorsprung durch Versmaß" ) . Er greift darin die Motive aus Goethes "Erlkönig" auf.
Dem Bayerischen Rundfunk und dem Handelsblatt wurden etwa 70.000 Seiten interne Dokumente zugespielt.
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(4.7.2019)
 

Strategien für nachhaltigere Chemie in der Textilindustrie bis 2030
Studien
Das SuSport-Projekt zielte darauf ab, eine „nachhaltigere Chemie“ in der textilen Lieferkette zu unterstützen und dabei den Blick von der „reaktiven“ Compliance-Position auf eine „proaktive“ Beyond Compliance Perspektive zu erweitern. Strategisch stützt sich dieser Ansatz auf folgende Überlegung: Wer morgen noch „Compliant“ sein will, muss heute bereits „Beyond Compliance“ agieren. Mit einer solchen Strategie ist nicht nur die Rechtskonformität gewährleistet, es lassen sich vielmehr auch neue Marktchancen erschließen. Gemeinsam mit Akteuren aus der textilen Lieferkette entwickelte das Projekt Szenarien für die Textilindustrie 2030 sowie Strategien und konkrete Schritte, die auf dem Weg zum proaktiven Szenario "boldly ahead" zu unternehmen sind.
Die Studie "Marktchancen für "nachhaltigere Chemie" durch die REACH-Verordnung. Am Beispiel globaler Lieferketten in der Textilund Sportartikel-Industrie" basiert auf den Projektergebnissen, einschließlich einer detaillierten Beschreibung der Vorgehensweise im mehrstufigen Szenario-Prozess mit den Praxis-Akteuren.
(7.5.2019)
 

Neuerscheinungen im sofia-Verlag
Diskussionsbeiträge
Die Beiträge "Öffentliche Verschuldung (finanz-)psychologisch betrachtet" und "Wachstum und ökologischer Fußabdruck – Zum Zielkonflikt zwischen wirtschaftlicher Prosperität und Umweltverbrauch einschließlich möglicher Lösungskonzepte" sind neu erschienen als sofia-Diskussionsbeiträge zur interdisziplinären Institutionenanalyse.
(11.4.2019)
 

Transparenz für Nachhaltige Entwicklung
Abschlusstagung
Am 26. und 27. September 2018 erfolgte die KInChem-Abschlusstagung Transparenz für Nachhaltige Entwicklung - Impulse für Lernprozesse in der Wertschöpfungskette und im Verbraucherverhalten an der Ev. Akademie Loccum. Mitveranstalter der Tagung waren die Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia), die Hochschule Darmstadt und die Universität Göttingen. Das KInChem-Projekt gestaltete den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung, hinzu kamen zahlreiche Beiträge von Referenten aus anderen Kontexten, darunter mehrere Vorhaben aus dem BMBF-Programm „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (Fona), was der Tagung zugleich den Charakter einer Synthesekonferenz verlieh. Siehe die Tagungsdokumentation auf der Projektseite...
Zudem ist der Tagungsbericht veröffentlicht in der Zeitschrift für Umweltrecht (ZUR) 2019, 124-127.
(28.2.2019)
 

Weitere Neuerscheinungen 2018 im sofia-Verlag
Thomas Nahmer: Die Investition in Fine Wine unter Diversifikations- und Kostengesichtspunkten
Thomas Döring: Finanzwissenschaftliche Kommentierung der für 2019 geplanten Änderungen des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG) des Landes Nordrhein-Westfalen
Thomas Döring: Aktuelle Reform des Landesfinanzausgleichs-Gesetzes in Rheinland-Pfalz. Eine finanzwissenschaftliche Bewertung
Ibrahim Filiz: Emotionen und Risikoexponierung: Der Einfluss positiver und negativer Affekte auf Portfolioentscheidungen
Ibrahim Filiz, Thomas Nahmer, Markus Spiwoks und Kilian Bizer: Zuverlässigkeit von Zinsprognosen in der Region Asien-Pazifik. Chancen für das Portfoliomanagement
Ibrahim Filiz, Thomas Nahmer, Markus Spiwoks und Zulia Gubaydullina: Messung der Risikoneigung
Siehe zu allen Neuerscheinungen sofia-Diskussionsbeiträge zur interdisziplinären Institutionenanalyse
(26.2.2019)
 

Strategien für nachhaltigere Chemie in der Textilindustrie bis 2030
Abschlussbericht
Das Projekt Marktchancen für "nachhaltigere Chemie" durch die REACH-Verordnung" (Sustainable Sporting Goods – SuSport) zielte darauf ab, eine „nachhaltigere Chemie“ in der textilen Lieferkette zu unterstützen und dabei den Blick von der „reaktiven“ Compliance-Position auf eine „proaktive“ Beyond Compliance Perspektive zu erweitern. Strategisch stützt sich dieser Ansatz auf folgende Überlegung: Wer morgen noch „Compliant“ sein will, muss heute bereits „Beyond Compliance“ agieren. Mit einer solchen Strategie ist nicht nur die Rechtskonformität gewährleistet, es lassen sich vielmehr auch neue Marktchancen erschließen. Gemeinsam mit Akteuren aus der textilen Lieferkette entwickelte das Projekt Szenarien für die Textilindustrie 2030 sowie Strategien und konkrete Schritte, die auf dem Weg zum proaktiven Szenario "boldly ahead" zu unternehmen sind.
Weitere Informationen, einschließlich der entwickelten Szenarien und Erläuertungen zur Methode, finden sich auch auf der Projektseite. Ein Video, das die wesentlichen Ergebnisse prägnant zusammenfasst, findet sich hier.
(UPDATE 12.7.2018)
 

"Proactive Alliance": Ein globaler industrieübergreifender Kommunikations-Standard zu Chemikalien in Produkten
Multi-Stakeholder Initiative
Produkthersteller und Handel nehmen steigende Anforderungen hinsichtlich der Transparenz von in Produkten enthaltenen (problematischen) Chemikalien wahr, etwa durch Entwicklungen der Gesetzgebung in der EU und darüber hinaus, aber auch durch Impulse von Verbrauchern und NGOs. Verschiedene sofia-Projekte befass(t)en sich mit dieser Thematik (KInChem, SuSport, LIFE AskREACH). Am Rande des Chemical Watch Global Business Summit im April in Amsterdam hat sich nun eine Gruppe von proaktiven Vertretern aus verschiedenen Industrien zusammengetan (u.a. Automobil, Elektro und Elektronik, Textil), um einen globalen, industrieübergreifenden Standard für die Kommuniaktion von Informationen zu Chemikalien in Produkten entlang der Lieferketten zu entwickeln. Die Forschergruppe sofia in Darmstadt moderiert diesen Prozess. Am 22. Mai fand in Frankfurt/Main das erste Treffen der "Proactive Alliance" statt. Dort verständigten sich die Akteure auf das längerfristige Ziel einer "Full Material Declaration" (FMD), d.h. einer vollständigen Offenlegung der Bestandteile und Inhaltsstoffe von Produkten innerhalb der Lieferketten. Lesen Sie die das Protokoll des ersten technischen Meetings hier.
(4.7.2018) 

Intelligente Energienutzung in der Gebäudewirtschaft (iENG)
Policy Paper
Führt man architektonisch-gestalterische Kreativität zusammen mit bauphysikalischer, juristischer und ökonomischer Expertise, erweitert sich der Möglichkeitsraum, um Klimaneutralität im Gebäudebestand zu erreichen. Bisherige Engführungen und Hemmnisse haben ihren Ursprung letztlich im Narrativ der 1970-er Jahre in Gestalt der vom „Verlustdenken“ geprägten Fixierung auf „Energiesparen“ (fixiert in EnEG/EnEV).
Orientiert man sich hingegen am Ziel des „nahezu klimaneutralen Gebäudebestandes“, ergeben sich erweiterte Systemgrenzen und damit auch entsprechend angepasste Lösungsstrategien.
So lassen sich die zentralen Erkenntnisse aus dem iENG-Projekt und eines ebenfalls vom BMBF im Rahmen von FONA geförderten Anschlussvorhaben zusammenfassen. Sie sind zu finden in einem "Policy Paper" : Es formuliert Empfehlungen zur Fortentwicklung des regulatorischen Rahmens (einschließlich der Förderlandschaft, der CO2-Bepreisung und der Einrichtung eines generationenübergreifenden Klimaschutzfonds) sowie zum weiteren Forschungsbedarf (es findet sich hier ...).
Mehr zum iENG-Projekt ...
(16.04.2018)
 

Global Business Summit 2018, Amsterdam
Conferences
In order to enhance the environmental performance as well as identifying business opportunities and adressing risk management issues "Transparency and Traceability of SVHC in Articles" is of pivotal importance. The contribution of Martin Führ to the Global Business Summit (March 2018, Amsterdam), organised by news provider Chemical Watch, adressed not only the legal background but also practical experiences and tools already available.
In essence, his key message to all actors in the various supply chains can be summarized as "be prepared": It is already a major challenge to be compliant with the requirements of REACH Art. 33 (1) und (2). In addition, more is in the regulatory pipeline, e.g. the notification of SVHC´s (substances of very high concern) to a centralized EU database hosted by the European Chemicals Agency as foreseen in the recently amended Waste Framework Direcit (Art. 9 (1)) in the context of the Circular Economy Package of the EU. Some business insiders even consider "Chemicals and health ad the new carbon".
Access the presentation slides here.
(30.04.2018)

Energierechtliche Darstellung von Energieflüssen in zellulären Energiesystemen
Studie
Die Integration der Erneuerbaren Energien in das Energieversorgungssystem ist essentiell für das Gelingen der Energiewende. Die Organisation von Energieerzeugern und Energieverbrauchern in Zellen eröffnet neue Perspektiven zur Lösung dieses Problems.  Vor diesem Hintergrund schlägt die Master-Thesis eine mögliche organisatorische und funktionelle Struktur der zellulären Energieversorgung vor und verdeutlicht hierbei Problemstellungen, die es bei der Konzeption zellulärer Energiesysteme zu berücksichtigen gilt. Zunächst identifiziert die Studie die relevanten Akteure in einem zellulären Energiesystem. Anschließend erfolgt ein Vergleich zwischen den aktuellen Verhaltensweisen und den für ein zelluläres Energiesystem erforderlichen Verhaltensbeiträgen der Akteure. Ergebnis dieses Vergleichs ist eine Differenz im Verhalten der Akteure. Zur Verringerung dieser Differenz stellt die Arbeit als Ergebnis mehrere Gestaltungsoptionen vor.
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(4.4.2018)
 

Finanzwissenschaftliche Bewertung der Einnahmenpolitik der rheinland-pfälzischen Kommunen im Zeitraum 2009-2015
Studie
Die Studie unterzieht die Einnahmenpolitik der Kommunen des Landes Rheinland-Pfalz einer finanzwissenschaftlichen Analyse, um die hinreichende Nutzung vorhandener originärer Einnahmequellen von Städten, Gemeinden und Gemeindeverbänden zu untersuchen. Dies umfasst zum einen eine Betrachtung der Entwicklung der kommunalen Einnahmen insgesamt ebenso wie jener der Realsteuereinnahmen einschließlich einer ökonomischen Bewertung der kommunalen Hebesatzpolitik. Zum anderen erfolgt eine kritische Beurteilung der vorhandenen Einnahmenpotentiale im Bereich der örtlichen Aufwand- und Verbrauchsteuern sowie bei Erwerbseinkünften, Gebühren, Beiträgen und Vermögenseinkünften. Es handelt sich bei den vorliegenden Untersuchungsergebnissen um eine datenbezogene Aktualisierung und erweiterte Fortschreibung einer früheren Studie zur Finanzsituation der Kommunen des Landes Rheinland-Pfalz.
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(19.12.2017)
 

Methodische Überprüfung des Regressionsverfahrens zur Messung des Finanzbedarfs der Gemeinden im nordrhein-westfälischen Finanzausgleich
Diskussionsbeitrag
Es zählt zu den Besonderheiten des nordrhein-westfälischen Finanzausgleichs, dass die Bestimmung der interkommunalen Finanzbedarfsrelationen auf Gemeindeebene ökonometrisch erfolgt. Der Anlass für die Überprüfung des bislang verwendeten Regressionsverfahrens in Form der Pooled-OLS-Methode war der Sachverhalt, dass die zur jeweiligen Vorbereitung der Gemeindefinanzierungsgesetze der Jahre 2016 und 2017 durchgeführten Regressionsrechnungen zu keinen stabilen Ergebnissen für die Schätzung der finanzausgleichsrelevanten Bedarfsparameter (Stufung der Hauptansatzstaffel, Gewichtung der Sonderbedarfsansätze) geführt haben. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag zum einen die Ursachen, die für die mangelnde Stabilität der Schätzergebnisse verantwortlich sind. Zum anderen wird die Anwendbarkeit alternativer Regressionsverfahren unter Berücksichtigung verschiedener Gütekriterien untersucht, um auf dieser Grundlage eine Empfehlung abzugeben, welche Schätzmethode zukünftig bei der Bedarfsmessung verwendet werden sollte.
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(19.12.2017)
 

Ausschöpfungsgrad der Realsteuern in Rheinland-Pfalz
Diskussionsbeitrag
Der Beitrag liefert Untersuchungsergebnisse zu der Frage, ob die rheinland-pfälzischen Städte und Gemeinden ihr vorhandenes Realsteuerpotential (Gewerbesteuer, Grundsteuer A, Grundsteuer B) in hinreichendem Umfang zur Finanzierung ihrer Haushalte ausschöpfen, wie dies aus ökonomischer Sicht gemäß dem fiskalischen Äquivalenzprinzip sowie dem Subsidiaritätsprinzip der Fall sein sollte. Eine vergleichbare Studie wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt. Der vorliegende Beitrag stellt insofern eine Folgeuntersuchung der Realsteuerpolitik der Kommunen des Landes Rheinland-Pfalz auf der Grundlage von Daten für den Zeitraum 2009-2015 dar.
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(19.12.2017)
 

Gute Chemie – gibt es die?
Mit Nachhaltigkeit Vertrauen gewinnen

Diesen Titel hatten die regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK) einer Veranstaltung in der Reihe "CSR-Frühstück" gegeben, die am 16. November 2017 im "Innovation Center" der Merck KGaA in Darmstadt stattfand. Merck-Standortleiter Matthias Bürk stellte die verschiedenen Ansätze des Unternehmens vor und verwies darauf, dass Merck im Jahr 2015 seinen Wissenschaftspreis einem der "Väter" des Ansatzes der "Grünen Chemie", Paul T. Anastas (vormals Leiter des Chemikalienprogramms der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA), verliehen hat.
Anschließend griff Martin Führ den Veranstaltungstitel auf und beantwortete die dort gestellte Frage in etwa wie folgt: "Eine gute Chemie trägt zum Erreichen der Sustainable Development Goals (SDG´s) der Vereinten Nationen bei". Die SDG´s fordern, so hob er hervor, eine Veränderung der Produktions- und Konsummuster unter Berücksichtigung der Belastungsgrenzen von Mensch und Umwelt. Statt einer überholten, stark reaktiv geprägten Vorstellung, wie es im "Dreieck der Nachhaltigkeit" zum Ausdruck komme, sei zutreffender zu sprechen von einer "Nachhaltigen Entwicklung": Aktiv gesteuerte Veränderungsprozesse benötigen Governance-Instrumente sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf betrieblicher Ebene.
Der positive Beitrag ("benefit") von Chemikalien zu den SDG´s müsse die unerwünschten Wirkungen klar überwiegen; zusätzlich seien die mit Chemikalien verbundenen Risiken entlang deren gesamten Lebensweges "angemessen zu beherrschen", wie dies auch die EU-Chemikalienregulierung REACH fordert.
Die Frage nach der "guten Chemie" müsse daher immer wieder neu gestellt und beantwortet werden. Hier gelte es, "mutig nach vorne" zu denken und zu handeln, wie er am Beispiel des Szenario-Prozesses in dem SuSport-Projekt erläuterte.
Zu den Folien des Vortrags ...
Zu einem Bericht im Darmstädter Echo geht es hier ...
(17.11.2017)
 

Nordic Chemicals Summit 2017, Copenhagen
Tagungsbeitrag
Bei dieser vom Informationsdienst Chemical Watch veranstelteten Konferenz gab Martin Führ unter dem Titel "Proactive Supply Chain Management and Consumer Communication - Insights from transdisciplinary research projects" Einblicke in drei sofia-Projekte:
- Das BMBF-FONA-Projekt "KinChem",
- das DBU-Projekt "SuSport" mit dem darin eingebetteten "Szenario-Prozess" zum Chemikalienmanagement 2030 sowie
- das EU-LIFE-Projekt "Ask REACH" mit den Beiträgen zur Verbraucherkommunikation und zum Kommunikation in der Lieferkette.
Die Folien zu dem Vortrag finden sich hier ...
(25.9.2017)
 

„SustEcon Conference – The contribution of a sustainable economy to achieving the Sustainable Development Goals”
Internationale Konferenz am 25. und 26. September 2017 an der FU Berlin
Schwerpunkt der Konferenz ist das Thema „nachhaltiges Wirtschaften zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs)“. Die Beiträge der Konferenzteilnehmer tragen auf unterschiedlichen Ebenen zu diesem Thema bei. So geht es sowohl um die Auseinandersetzung, wie man Innovationsprozesse Richtung Nachhaltige Entwicklung initiiert, als auch um methodische Fragen zur Messung von Nachhaltiger Entwicklung und Diskursen, Konzepten und deren Beiträge bzw. deren Differenzen in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften. Zudem sollen auch die (politischen) Rahmenbedingungen und Barrieren einer nachhaltigen Wirtschaft im Kontext sowie der Beitrag der Wissenschaft zu den SDGs Gegenstand der Konferenz sein.
Die sofia-Forschenden Julian Schenten und Silke Kleihauer tragen im Rahmen der Paper Session III: Innovations for and governance of the supply chain in the context of the SDGs den Titel „Innovations for Sustainable Production in the Global Textile Supply Chains: Breaking the mould with scenario-analysis“ (Abstract) zur Diskussion bei. Sie präsentieren dabei Ergebnisse aus ihren aktuellen Forschungsprojekten KInChem und Marktchancen für „nachhaltige Chemie“ durch die REACH-Verordnung. Die Konferenz findet im Rahmen des vom BMMF geförderten FONA Förderschwerpunktes „Nachhaltiges Wirtschaften" statt. Zur Konferenzseite...
(Meldung übernommen vom Nachhaltigkeitsblog der Hochschule Darmstadt)
(25.9.2017)
 

"Diesel-Gipfel": Ein bloßes Software-Update wäre rechtswidrig
Gutachterliche Stellungnahme
Der "Diesel-Gipfel" am 2. August 2017 hatte das Ziel, mit „Vertretern der Automobilindustrie“ konkrete „Maßnahmen … [zu] vereinbaren“, die zu einer „zur Reduzierung der Schadstoffemissionen bei Diesel-PKW“ führen; so die gemeinsame Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums und des Bundesverkehrministeriums.
Der Bundesverkehrsminister, auf dessen Internet-Seite – im Einklang mit der Terminologie des Volkswagen-Konzerns – noch immer lediglich von einer „Abgas-Thematik“ die Rede ist,  lässt sich am 30.07.2017 in der "Bild am Sonntag" mit der Aussage zitieren, die Hersteller sollten ihrer „verdammten Verantwortung“ gerecht werden. Er formuliert die die Erwartung, "dass die Fahrzeuge schnellstens auf Kosten der Hersteller optimiert werden". Motoren mit Euro-5- und Euro-6-Norm könnten mit neuer Steuerungssoftware deutlich verbessert werden. "Ich erwarte beim Gipfel dazu ein akzeptables Angebot der Automobilindustrie."
In einer erweiterte Stellungnahme zum Gutachten für den Deutschen Bundestag untersucht Martin Führ, ob diese Lösung mit europäischem und nationalem Recht vereinbar wäre. Er kommt dabei zu folgendem Ergebnis:
"Bleibt es bei der vom Verkehrsminister vorgezeichneten Lösung, so läge darin eine Verabredung der Beteiligten zu einem illegalen Tun."
Zu der erweiterten Stellungnahme ...
Zum Medienecho auf Gutachten und Stellungnahme...
(24.09.2017)

 

Portfoliodiversifikation: Der Einfluss von Herdenverhalten, Status-quo-Verzerrung und Spielerirrtum
Diskussionsbeitrag
Die experimentellen Studie untersucht, welchen Einfluss verschiedene Faktoren auf Entscheiddungen zur Zusammensetzung eines Anlage-Portfolios haben:
- das Herdenverhalten (Orientierung an der Mehrheit der Mitspieler oder Orientierung am erfolgreichsten Mitspieler),
- die Status-quo-Verzerrung und
- der Spielerirrtum.
Dabei zeigt sich, dass weder Herdenverhalten noch Status-quo-Verzerrungen einen nennenswerten Beitrag zur Erklärung von nicht-optimalen Portfolioentscheidungen liefern. Der Spielerirrtum hingegen beeinflusst Portfolioentscheidungen: Viele Probanden bemühen sich, in der Historie von Zufallsereignissen Muster zu erkennen und Rückschlüsse auf künftige Zufallsereignisse zu ziehen. Der Spielerirrtum trägt wesentlich dazu bei, dass die optimale Portfoliozusammensetzung nur in 37,7% aller Entscheidungen Berücksichtigung findet.
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(8.7.2017)
 

Der Dieselskandal und das Recht -
Ein Lehrstück zum technischen Sicherheitsrecht

Aufsatz
War es nur "Schummeln" oder ein "Rechtsbruch" der Kfz-Hersteller? Was sind ihre Pflichten? Und was ist Aufgabe der Behörden? Diesen Fragen geht unter dem o.g. Titel ein Fachaufsatz von Martin Führ in der Neuen Zeitschrift für Verwaltungsrecht (NVwZ 2017, 265-273) nach.
Die rechtlichen Vorgaben, die von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im Hinblick auf die von ihnen verursachten Emissionen einzuhalten sind, waren lange eine Domäne von (meist: technischen) Experten. Mit dem „Dieselskandal“, ausgelöst durch Fahrzeuge des Unternehmens Volkswagen, hat sich dies geändert. Nunmehr ist allgemein bekannt, dass Fahrzeuge nicht nur auf dem Prüfstand bestimmte Grenzwerte einhalten müssen, sondern dass die EU-Vorgaben auch „Abschalteinrichtungen“ verbieten. Unter welchen Voraussetzungen es ausnahmsweise zulässig ist, außerhalb des Prüfstands „emissionsmindernde Einrichtungen“ in ihrer Wirksamkeit herabzusetzen, ist strittig. Die Frage ist, weit über VW hinaus, von großer praktischer Bedeutung.
 

Overconfidence: Der Einfluss positiver und negativer Affekte
Diskussionsbeitrag
Die Auswirkungen von Selbstüberschätzung betreffen viele Bereiche des wirtschaftlichen Lebens. Doch es sind bisher nur wenige Faktoren bekannt, die das Ausmaß möglicher Selbstüberschätzungen bestimmen. Zudem gibt es kaum Untersuchungen, ob positive oder negative Emotionen einen Einfluss auf die Selbsteinschätzung haben. Ob Emotionen mögliche Lerneffekte bei der Selbsteinschätzung beeinträchtigen können, ist bisher noch gar nicht untersucht worden. Der Diskussionsbeitrag wendet sich dieser Fragestellung zu.
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Energetische Gebäudemodernisierung
Ein analytischer Blick auf die Akteure der Gebäude-Energiewende

Studie
Das Projekt iENG thematisiert die umwelt- und gesellschaftsverträgliche Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich. Es geht u.a. der Frage nach, warum insbesondere im Gebäude-Bestand das Umsetzungstempo weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. In dieser Studie stehen Wohnungseigentümer im Zentrum und es wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, unter welchen rechtlichen, ökonomischen und informatorischen Rahmenbedingungen sie handeln - oder eben nicht.
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(21.12.2016)
 

Zur Messung von Overconfidence - Eine experimentelle Studie
Diskussionsbeitrag
Diese Studie wendet sich zwei üblichen Verfahren zur Messung von Overconfidence zu und überprüft die Zuverlässigkeit dieser Verfahren. Es zeigt sich, dass die übliche Form der Abfrage der subjektiven Sicherheit bezüglich einer abgegebenen Prognose zu einer systematischen Überschätzung der Overconfidence beitragen kann. Außerdem zeigt sich, dass die übliche Form zur Erfassung der relativen Selbsteinschätzung ebenfalls zu einer Ergebnisver-zerrung beitragen kann. Dies gilt insbesondere, wenn sich eine Probandengruppe nicht paritätisch aus Frauen und Männern zusammensetzt.
Zu den sofia-Diskussionsbeiträgen
(21.12.2016)
 

Correlation Neglect und Overconfidence - Eine experimentelle Studie
Diskussionsbeitrag
In dieser experimentellen Studie wurden erstmals Probanden mit der Aufgabe konfrontiert, reale Aktienkursverläufe ex ante zu prognostizieren, um den Zusammenhang der Verhaltensanomalien Overcondidence und Correlation Neglect zu analysieren. Es zeigt sich, dass die Teilnehmer der Studie ihre Prognosefähigkeiten in erheblichem Umfang überschätzen (Overconfidence). Ein großer Teil der Probanden (42,2%) vernachlässigt die Korrelationen der Renditeentwicklung verschiedener Anlageinstrumente (Correlation Neglect). Ferner zeigt sich, dass sich die Correlation Neglect bei der Kursprognose von diversifizierten Anlageinstrumenten (Fonds) dämpfend auf die Overconfidence auswirkt
Zu den sofia-Diskussionsbeiträgen
(21.12.2016)
 

Die ökonomischen Auswirkungen einer Verbesserung des deutschen Gewährleistungsrechts
Studie
In der Studie im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) erfolgt eine empirische Prüfung, in welchem Maße in Folge der Richtlinie 1999/44/EG in den betroffenen Produktgruppen die durchschnittlichen Preise angestiegen sind. Daneben wird untersucht,
inwiefern Märkte zwischen Privatpersonen in Deutschland ohne Gewährleistungspflichten bestehen, die in der Lage wären, regulierungsbedingte Preissteigerungen im professionellen Handel zu kompensieren. Auf Basis der Befunde formuliert die Studie Politikimplikationen.
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(21.11.2016)
 

Mieter im Geschosswohnungsbau – Einstellungen zu den Themen Fassadendämmung, Heizen und CO2-Reduktion
Ergebnisse der Diskussion in zwei Fokusgruppen in Mannheim

Diskussionsbeitrag
Das Projekt iENG thematisiert die umwelt- und gesellschaftsverträgliche Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich. Es geht der Frage nach, warum insbesondere im Bestand das Umsetzungstempo weit hinter den Erwartungen zurückbleibt und vertieft dabei die Fragestellungen der Informationsvermittlung (Energieberater), der rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen (EnEV und FörderVerfahren) sowie die bislang weitgehend ignorierten Chancen von architektonischer Gestaltung und gebäudekybernetischen Ansätzen. Gestützt auf empirische Befunde versucht dieser Beitrag, die Sicht der Gebäudenutzer, also insbesondere der Mieter und selbstnutzenden Eigentümer von Wohnungen zu ergründen.
Zu den sofia-Diskussionsbeiträgen...
Weitere Informationen zum iENG-Projekt...
(10.10.2016)
 

Umweltzerstörung als Folge von Markt und Wirtschaftswachstum? – Kritische Anmerkungen zur aktuellen Postwachstumsdebatte
Diskussionsbeitrag
Der Beitrag befasst sich mit der Debatte um die Notwendigkeit und Ausgestaltung einer sog. Postwachstumsgesellschaft. Unterschiedliche Ansätze zur Postwachstumsgesellschaft werden in ihren Kernaussagen dargestellt und diskutiert. Auf dieser Grundlage widmet sich der Beitrag ebenfalls der Frage, ob die zunehmende Umweltzerstörung das Ergebnis eines systematischen Defekts einer Wirtschaftswachstum erzeugenden Marktwirtschaft oder das Ergebnis eines (anhaltenden) Politikversagens ist.
Zu den sofia-Diskussionsbeiträgen...
(10.10.2016)
 

The European Commission Proposals and Legal Requirements Concerning the Determination of Scientific Criteria to Identify Endocrine Disruptive Properties of Active Substances
Studie
Die EU Verordnungen über Biozidprodukte sowie Pflanzenschutzmittel verpflichten die Europäische Kommission, wissenschaftliche Kriterien zur Bestimmung von endokrinschädigenden Eigenschaftenvon Wirkstoffen zu definieren. Am 15. Juni 2016 legte die Kommission entsprechende legislative Vorschläge vor. Der Vorschlag im Hinblick auf die Pflanzenschutzmittel-Verordnung sieht zudem Änderungen des Zulassungsverfahrens bezüglich Wirkstoffen mit endokrinschädigenden Eigenschaften vor. Das Gutachten im Auftrag von ClientEarth untersucht, ob die Vorschläge der Kommission vereinbar sind mit den Vorgaben des EU-Rechts.
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(14.7.2016)
 

Finanzwissenschaftliche Bewertung der Einnahmenpolitik der rheinland-pfälzischen Kommunen im Zeitraum 2007 bis 2014
Diskussionsbeitrag
Der Beitrag unterzieht die Einnahmenpolitik der Kommunen des Landes Rheinland-Pfalz für den Zeitraum von 2007 bis 2014 einer finanzwissenschaftlichen Analyse, um den Ausschöpfungsgrad vorhandener originärer Einnahmequellen von Städten und Gemeinden näher zu untersuchen. Dies umfasst zum einen eine Betrachtung der Entwicklung der kommunalen Einnahmen insgesamt ebenso wie jener der Realsteuereinnahmen einschließlich einer ökonomischen Bewertung der kommunalen Hebesatzpolitik. Zum anderen erfolgt eine kritische Beurteilung der vorhandenen Einnahmenpotentiale im Bereich der sonstigen kommunalen Steuern sowie bei Erwerbseinkünften, Gebühren und Beiträgen auf Grundlage von Daten der amtlichen Statistik zur Finanzsituation der Kommunen des Landes Rheinland-Pfalz.
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(14.6.2016)
 

Einfluss des Alters auf private Verkehrsausgaben - ein europäischer Vergleich
Diskussionsbeitrag
Der  Beitrag geht der Fragestellung nach, mit welchen Veränderungen durch den demografischen Wandel bezogen auf die private Nachfrage nach verkehrsbezogenen Gütern und Dienstleistungen gerechnet werden muss.
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(3.5.2016)
 

Verhaltensökonomische Aspekte staatlicher Ausgabenpolitik
Diskussionsbeitrag
Als Herausforderung des traditionellen (neoklassisch geprägten) Ansatzes individuellen Verhaltens erfährt die Verhaltensökonomik seit geraumer Zeit wachsende Aufmerksamkeit. Dabei gewinnen die Ergebnisse von Studien zu individuellen Wahrnehmungsverzerrungen und Entscheidungsirrtümern sowie der Kontextgebundenheit des Verhaltens von Akteuren auch in der Finanzwissenschaft zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt sich etwa in Untersuchung zur Merklichkeit von Besteuerung und Verschuldung, zu Steuermoral und Steuerhinterziehung oder auch zu Fragen der Steuergerechtigkeit. Vergleichbare Analysen zu den öffentlichen Ausgaben sind demgegenüber weit weniger bekannt. Vor diesem Hintergrund liefert der Beitrag einen Überblick zu bisherigen Untersuchungsergebnissen der Verhaltensökonomik zur staatlichen Ausgabenpolitik.
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(10.3.2016)
 

Eine ideengeschichtliche Analyse der Kritik deutscher Ökonomen an Geldmengenexpansionen 1929-1933
Studie
In der Studie erfolgen eine quellenbasierte Analyse der Haltungen wirtschaftspolitisch tätiger deutscher Ökonomen in Bezug auf Geldmengenausweitungen in der Wirtschaftskrise Ende der Zwanziger sowie eine Verknüpfung mit den theoretischen monetären Positionen, die sich in der Hyperinflation zehn Jahre vorher herausgebildet haben. Zudem bewertet sie den Stabilitätskonsens in Bezug auf Geldmengenausweitung in der deutschen VWL im Licht aktueller Entwicklungen.
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(10.3.2016)
 

Novellierung der Stoffidentifizierung von Nanomaterialien in REACH – Analyse und Bewertung des „Non-Papers“ der Europäischen Kommission
Zeitschriftenaufsatz (StoffR 2016, 15)
Welche Anforderungen die REACH-Verordnung an Hersteller und Anwender von Stoffen stellt, ist zunächst an die Identität des Stoffes gebunden. Die Regelungen über die Stoffidentifizierung in Anhang VI Abschnitt 2 REACH enthalten bislang allerdings keine Identifikationsmerkmale, anhand welcher sich Nanomaterialien eindeutig von verwandten Stoffformen abgrenzen lassen. Hieraus resultiert rechtliche Unsicherheit, die sich als Hemmnis auf die REACH-Ziele eines hohen Schutzniveaus für Mensch und Umwelt sowie besserer Rahmenbedingungen für Innovationen auswirken kann. Im Mai 2014 legte die Europäische Kommission ein Papier mit Überlegungen vor, wie man die Stoffidentifizierung für Nanomaterialien klarer fassen könnte.
Der Beitrag untersucht, auch mit Blick auf den für 2016 angekündigten Regelungsentwurf der Kommission, ob die Überlegungen des Non-Papers geeignet sind, die bislang bestehende rechtliche Unsicherheit zu reduzieren.
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(23.2.2016)
 

Der Markt für Breitbandinternet in Deutschland und Politikempfehlungen zu seiner Förderung
Studie
Der Fokus der Studie liegt auf der Angebotsseite und den Determinanten einer flächenmäßigen Verfügbarkeit von Hochleistungsanschlüssen. Ziel ist, die einem weiteren Ausbau des Netzes zugrunde liegenden Wirkungszusammenhänge auf diesem netz- und infrastrukturgebundenen und von Regulierung geprägten Markt zu analysieren.
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(23.2.2016)
 

Health Impairments, Annoyance and Learning Disorders Caused by Aircraft Noise -
Synopsis of the State of Current Noise Research

Kaltenbach, M./Maschke, Chr./Heß, F./Niemann, H./Führ, M., International Journal of Environmental Protection Jan. 2016, Vol. 6 (1), PP. 15-46.
(Zeitschriftenaufsatz)
The article reviews the results of scientific research on aircraft noise induced health impairments, annoyance as well as learning disorders and summarizes consequences for legislative and political decisions. The association of noise with an increased incidence of chronic arterial hypertension has been shown in large-scale epidemiological studies.
Compared to the EU-position paper of 2002 the sound level at a given extent of annoyance (25% HA) is at least 10 dB(A) lower. Impairments of cognitive performance in children attending schools exposed to high aircraft noise have been demonstrated in national and international studies up to the year 2014. As consequence of the present knowledge in noise effect research legal and political decisions must form the base to reduce aircraft noise exposure during the 24h-day to Lden = 50 and during the night to Ln = 45 dB(A).
Eine mit Lesezeichen versehene pdf-Fassung findet sich hier ...
18.1.2016

 

Erstmals als gebundene Ausgabe:
Gemeinschaftskommentar zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (GK-BImSchG)

Buch: Juristischer Kommentar
Herausgegeben von Martin Führ
In der Reihe "Gemeinschaftskommentare zum Umweltrecht" ist Anfang 2016 der bislang in drei Loseblattordnern zugängliche GK-BImSchG erstmals als gebundenes Werk erschienen. Auf 1892 Seiten findet sich eine aktuelle und übersichtliche sowie anwendungsorientierte und zugleich wissenschaftlich fundierte Darstellung und Würdigung der geltenden bundesrechtlichen Vorschriften zum gesamten Immissionssschutzrecht.
Mehr unter Veröffentlichungen --> Bücher in anderen Verlagen
(5.1.2016)
 

Auffällige NOx-Abgaswerte nicht nur bei VW, sondern auch bei Daimler und BMW
Interview in Frontal 21, ZDF
So lautet die Titelzeile der Pressemitteilung, die das ZDF zu dem 22-minütigen Beitrag im Magazin "Frontal 21" vom 15.12.2015 herausgab.
Ein Schweizer Testlabor hatte neben einem VW-Passat auch Diesel-Fahrzeuge von BMW und Daimler zunächst auf dem Rollen-Prüfstand und dann mit exakt demselben Fahrzyklus noch einmal auf der Straße auf ihre NOx-Werte hin überprüft. Die realen Emissionen dieses gesundheitsschädlichen Reizgases waren auf der Straße etwa 2,6-2,9-fach höher als im Labor; sie lagen damit deutlich oberhalb der Grenzwerte. Diese deutliche Abweichung lässt sich wohl nur durch eine spezielle Elektronik erklären. Das aber wäre im Sinne der EU-Abgasverordnung eine "Abschalteinrichtung". Die Verordnung verbietet dies den Herstellern ausdrücklich, wie Martin Führ in der Sendung erläutert.
Auf der Website des ZDF findet man zusätzlich zu dem Magazin-Beitrag auch eine ausführliche Fassung des Interviews mit Martin Führ.
(15.12.2015)
 

Beyond compliance – Chancen durch proaktive Ausrichtung
Projektworkshop
Wie lässt sich in komplexen Wertschöpfungsketten und bei schnellen Produktzyklen nachzuvollziehen, welche Chemikalien zum Einsatz kommen? Dies diskutierten Akteure der textilen Wertschöpfungskette am 7.12.2015 in Frankfurt/Main, u.a. anhand des von der Automobilindustrie entwickelten Informationssystems mit umfassender Deklarationspflicht über Chemikalien in Materialien und Vorprodukten (IMDS). Der Workshop ist Teil des Forschungsprojekts Marktchancen für „nachhaltige Chemie“ durch die REACH-Verordnung.
(7.12.2015)
 

"Neuer Blick: Staatsfinanzen verhaltensökonomisch betrachtet"
Buch und Buchrezension
... so überschreibt Jan Schnellenbach seine Rezension in der FAZ vom 16.11.2015 (Nr. 266, S. 18), um fortzufahren: "Der an der Hochschule in Darmstadt lehrende Finanzwissenschaftler Thomas Döring hat in einer Monographie den ersten umfassenden und systematischen Überblick über die verhaltensökonomisch informierte Analyse öffentlicher Finanzen veröffentlicht."
Die Besprechung schließt mit folgenden Worten: "Schon wegen der Fülle der verarbeiteten Literatur kann das Buch von Thomas Döring jedem Leser, der mit dem Themengebiet vertraut ist, als hervorragendes Nachschlagewerk und Fundgrube für Neuentdeckungen dienen. Alle anderen Leser finden eine anspruchsvolle, aber verständliche und hochinteressante Einführung in ein Forschungsgebiet, das in den nächsten Jahren noch deutlich an Bedeutung gewinnen wird - auch für die wirtschafts- und finanzpolitische Praxis."
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(16.11.2015)
 

Kommunale Einnahmenpolitik auf dem Prüfstand - Eine finanzwissenschaftliche Analyse am Beispiel des Landes Rheinland-Pfalz
Studie
Die Studie untersucht, ob die rheinland-pfälzischen Städte, Gemeinden und Gemeindeverbände die ihnen im Rahmen eigenverantwortlich gestaltbarer Einnahmequellen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Finanzierung ihrer Haushalte in hinreichendem Umfang in den zurückliegenden Jahren ausgeschöpft haben. Hierbei liegt das Augenmerk insbesondere auf einer Analyse der bestehenden Finanzierungs-spielräume im Bereich der sogenannten Realsteuern (Gewerbesteuer, Grundsteuer B, Grundsteuer A), die vorrangig eine Bewertung der Realsteuerhebesatzpolitik von Städten und Gemeinden – für die Kommunen insgesamt sowie differenziert nach Gebietskörperschaftsgruppen – umfasst.
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(13.11.2015)
 

Verkehrs-, umwelt- und raumbezogene Aspekte der Elektromobilität unter Berücksichtigung entscheidungstheoretischer Überlegungen zum Nutzerverhalten
Diskussionsbeitrag
Der Beitrag stellt exemplarisch die vorhandenen Einsichten zum Nutzerverhalten im Umgang mit der Elektromobilität zusammenfassend dar und zeigt – wenngleich nur ansatzweise – einige sich daraus ergebende verkehrs-, umwelt- und raumbezogene Implikationen auf.
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(21.10.2015)

 

Finanzwissenschaftliche Bewertung des Ausschöpfungsgrads von Gewerbe- und Grundsteuer in Rheinland-Pfalz
Diskussionsbeitrag
Ziel der  Untersuchung ist die Fragestellung, ob die rheinland-pfälzischen Kommunen die ihnen im Rahmen der Realsteuerpolitik zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Finanzierung ihrer Haushalte in angemessenem Umfang in den zurückliegenden Jahren ausgeschöpft haben. Als Betrachtungszeitraum für die empirische Analyse werden dabei die Jahre 2007 bis 2013 zugrunde gelegt, wobei immer dann, wenn Daten der amtlichen Statistik auch für 2014 bereits verfügbar sind, diese in die Betrachtung mit einbezogen werden.
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(21.10.2015)
 

Diskussion mit Europäischer Kommission zu importierten Erzeugnissen in REACH
Im Nachgang der Veröffentlichung des sofia-Rechtsgutachtens Stärkung der Regelungen für (Import-) Erzeugnisse in der Chemikalienverordnung REACH im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) erfolgte ein intensiver Austausch mit Vertretern von DG Growth der Europäischen Kommission. Am 11.9.2015 diskutieren die Autoren des Gutachtens gemeinsam mit Vertretern des UBA und der Kommission (DG Growth und DG Env) in Brüssel die Ergebnisse der Studie und welche rechtlichen, aber auch politischen Handlungsoptionen daraus erwachsen.
Zugleich verwiesen DG Growth-Mitglieder auf die gerade laufenden Beratungen eines „circular economy package“, das Maßnahmen für eine verbesserte Kommunikation bezüglich besorgniserregender Chemikalien in Erzeugnissen anstoßen könnte.
Der in Brüssel diskutierte Foliensatz findet sich hier.
(2.10.2015)
 

Compact Guidelines: Practical Procedure in Interdisciplinary Institutional Analysis
Diskussionsbeitrag
Es handelt sich hierbei um die englische, überarbeitete Fassung des Kompaktleitfadens 'Praktisches Vorgehen in der interdisziplinären Institutionenanalyse' (siehe unten die Meldung vom 20.11.2014)
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(21.8.2015)
 

KInChem – Konsumverhalten und Innovationen zur nachhaltigen Chemie. Am Beispiel von Produkten mit problematischen Inhaltsstoffen
Forschungsprojekt
Das Vorhaben untersucht die Bedingungen, unter denen sich am Markt Produkte durchsetzen, die soweit möglich auf problematische Inhaltsstoffe verzichten. Es will damit zu einem "nachhaltigeren" Einsatz von Chemikalien beitragen. Der regulative Rahmen ergibt sich aus der EU-Chemikalienverordnung REACH.
Im Kern geht es dabei darum, auf verschiedenen Ebenen Kommunikations- und Handlungsbarrieren abzubauen:
(1) Zwischen der Entscheidungssituation der Konsumenten und den (öko)toxikologischen Daten, etwa durch eine nutzerfreundlich gestaltet "App" zu problematischen Inhaltsstoffen;
(2) zwischen proaktiven Unternehmen und NGO´s sowie treibenden Akteuren auf Seiten der Regulierer sowie
(3) zwischen der „scientific communitity“ der (Öko)Toxikologie und den Transparenz-Mechanismen von REACH zur Gewährleistung der langfristigen Glaubwürdigkeit der Aktivitäten auf den ersten beiden Ebenen.
Im Sinne von "Reallaboren" begleitet das Vorhaben verschiedene zumindest in der Erprobung befindliche Informations-Instrumente und evaluiert diese mithilfe eines breiten Spektrums sozialwissenschaftlicher Methoden, um Gestaltungsoptionen zu entwickeln, mit denen sich das REACH-System und dessen institutionellen Kontext fortentwickeln lässt.
Hierzu sind u.a. Defizite und Lücken in verbraucherpolitischen Ansätzen zu addressieren, die sich bislang vorrangig auf die bloße  „Bereitstellung“ von nachhaltigkeitsbezogenen Produktinformationen beziehen.  Das Vorhaben stellt hingegen die Wahrnehmungsraster und Handlungskonstellationen in den Mittelpunkt, in den sich Verbraucher für oder gegen den Kauf eines Produktes entscheiden.
Das vom BMBF im Rahmen der "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" (FONA) im Schwerpunkt "Nachhaltiges Wirtschaften" geförderte Forschungsprojekt startete im April 2015. Zum Projekt...
(8.7.2015)
 

Monitor Infrastrukturkosten im demographischen Wandel in Niedersachsen – MIWnds
Studie
Diese Studie leistet einen Beitrag zur Operationalisierung und Quantifizierung der Infrastrukturbestandskosten in Folge des demographischen Wandels in den niedersächsischen Kommunen. Hierzu entwickelt es Indikatoren für die historische sowie zukünftige Entwicklung von Infrastrukturbestandskosten und der Bevölkerung und überführt dies in das Maß der Infrastrukturkosten pro Einwohner. Diese Indikatoren werden durch ein eigens geschaffenes Internet-Tool übersichtlich zur einfachen Verwendung durch die Kommunen und sämtlicher weiterer Nutzungsinteressierten aufbereitet (http://monitor-infrastrukturkosten.de/a/). Neben kommunalen Einzelentwicklungen bietet das Internet-Tool ebenfalls eine vergleichende Darstellung sämtlicher Kommunen Niedersachsens, so dass ein gewisses Benchmarking möglich ist.
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(21.5.2015)
 

Stärkung der Regelungen für (Import-)Erzeugnisse in der Chemikalienverordnung REACH
Studie
Die Studie im Auftrag des Umweltbundesamts untersucht, welche Anpassungen des Stoffrechts (REACH-VO und CLP-VO) einen Beitrag leisten können, die Umwelt und die menschliche Gesundheit besser vor Belastungen durch besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) in Erzeugnissen zu schützen. Kern der Studie ist ein Rechtsgutachten der Forschungsgruppe sofia. Es geht der Frage nach, ob eine erweiterte Zulassungspflicht für SVHC, die in aus Drittstaaten importierten Erzeugnissen enthalten sind, mit den Vorgaben des Rechts der Welthandelsorganisation WTO (v. a. TBT-Übereinkommen) vereinbar ist. Ergänzend erörtern Forscher des Öko-Instituts in Kapitel 6, wie man Information und Kommunikation bezüglich SVHC in Erzeugnissen verbessern könnte.
Zur Studie...
Zum Projekt...
(13.5.2015)
 

Die Energieberatung als der zentrale Akteur bei der energetischen Gebäudesanierung?
Publikation in Fachzeitschrift
Die Zeitschrift für Energiewirtschaft veröffentlichte Ergebnisse aus dem Projekt iENG, an dem Forscher von sofia beteiligt sind. Der Beitrag befasst sich mit der Rolle der Energieberatung bei energetischen Gebäudesanierungen. Dabei stehen die Chancen und Herausforderungen für Energieberatung im Zentrum dieser wirtschaftspolitischen Analyse.
Zum Beitrag; zum Projekt iENG...
(6.5.2015)

 

Buchveröffentlichungen

Die Forschergruppe sofia veröffentlich im Eigenverlag Berichte, Studien sowie Diskussionsbeiträge zur Institutionenanalyse.

Weitere Buchveröffentlichungen der Forscher finden sich in anderen Verlagen.