Laufende Projekte

Proactive Alliance

Produkthersteller und Handel nehmen steigende Anforderungen hinsichtlich der Transparenz von in Produkten enthaltenen (problematischen) Chemikalien wahr, etwa durch Entwicklungen der Gesetzgebung in der EU und darüber hinaus, aber auch durch Impulse von Verbrauchern und NGOs.

Am Rande des Chemical Watch Global Business Summit im April 2018 in Amsterdam hat sich nun eine Gruppe von proaktiven Akteuren aus Industrie und Handel sowie aus verschiedenen Sektoren (u.a. Automobil, Chemie, Elektro und Elektronik, Textil), um Empfehlungen für einen globalen, industrieübergreifenden Standard für die Kommunikation von Informationen zu Chemikalien in Produkten entlang der Lieferketten zu entwickeln. Die Forschergruppe sofia in Darmstadt moderiert diesen Prozess.

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LIFE AskREACH

Das Vorhaben, gefördert von September 2017 bis August 2022  im EU-Programm LIFE, 

- entwickelt eine EU-weit anwendbaren Smartphone App für Konsumenten-Anfragen nach REACH Art. 33(2);
- verknüpft diese mit einer Datenbank mit Informationen zu SVHC in Erzeugnissen und
- stellt ein "best practice"-Tool zur Verfügung, welches transaktionskostenarm den Datenaustausch in globalen Lieferketten ermöglichen soll.

Die Projektleitung liegt beim Umweltbundesamt (Dessau/Berlin). Es wirken mit 19 Partner aus 13 Mitgliedstaaten der EU, darunter Behörden, NGOs sowie als wissenschaftliche Einrichtung die Sonderforschungsgruppe sofia an der Hochschule Darmstadt.

Zu den Unterstützern zählen die Europäische Chemikalienagentur ECHA, der europäische Chemieverband Cefic, aber auch eine Reihe von Unternehmen.

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Indikatoren zu regionalen Wissenstransferstrukturen für Nachhaltige Entwicklung (IreWiNE)

Das von September 2019 bis August 2022 laufende Projekt mit der Georg-August-Universität Göttingen, gefördert vom BMBF, widmet sich der Frage, ob sich regionale Innovationssysteme mit ihren Wissenstransferstrukturen in ihrem Innovationsoutput und ihrem Beitrag zu einer Nachhaltigen Entwicklung unterscheiden, wenn sie explizit auf Nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind.

Zur Beantwortung dieser Fragestellung untersucht IreWiNE vier regionale Wissenstransferstrukturen in ganz Deutschland: den „Südniedersachsen Innovationscampus“ (SNIC) mit Beteiligung der Universität Göttingen, das Projekt „Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung“ (s:ne) mit Beteiligung der Hochschule Darmstadt, die Aktivitäten der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sowie das Projekt HSA_transfer der Hochschule Augsburg. Die Ausgangshypothese ist, dass man in regionalen Innovationssystemen Akteure, die grundsätzlich sensibel für nachhaltige Entwicklung sind, durch geeignete Wissenstransferstrukturen so in Lernprozesse einbinden kann, dass die relevanten Innovationen an Zahl und Wirkungspotential zunehmen.

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Regulatorische Experimentierräume für die reflexive und adaptive Governance von Innovationen (REraGI)

Der regulatorische Rahmen beeinflusst maßgeblich, wie komplexe Transformationsprozesse, bspw. in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung, ablaufen. Um innovative Entwicklungen effektiv zu fördern, kann es nützlich sein, Regulierungsoptionen außerhalb bestehender Strukturen zu betrachten. Eine Möglichkeit zur systematischen Erprobung und Evaluation von Regulierungsalternativen stellen „regulatorische Experimentierräume“ dar.

Dieses interessante Governanceinstrument untersucht das vom BMBF von Januar 2019 bis März 2021 geförderte Forschungsprojekt REraGI mit der Georg-August-Universität Göttingen, dem Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk (ifh) und dem Öko-Institut. Hierzu analysiert das Projekt REraGI über 25 internationale Beispielfälle anhand eines eigens entwickelten Schemas. Am Ende des Projektes steht ein Leitfaden, welcher es interessierten Akteuen ermöglicht, regulatorische Experimentierräume mit größtmöglichem Lerneffekt zu entwickeln.

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Evaluation der Strategischen Umweltprüfung in Deutschland und Entwicklung von Vorschlägen zur Optimierung des Vollzugs und des Rechtsrahmens

Die Strategische Umweltprüfung (SUP) untersucht in systematischer Weise die voraussichtlichen Umweltwirkungen bestimmter Pläne oder Programme, um diese im Zuge entsprechender Aufstellungs- oder Änderungsverfahren in die Entscheidungsfindung einzubringen. Der bundesgesetzliche Rahmen für die SUP (UVPG, BauGB und ROG) besteht seit nunmehr etwa 10 Jahren, so dass sich die SUP mittlerweile in der Praxis etabliert hat. Im Forschungsvorhaben soll das Instrument der SUP durch eine retrospektive Gesetzesfolgenabschätzung umfassend evaluiert werden. Folgenden Fragen soll das vom Umweltbundesamt von Januar 2017 bis Oktober 2019 geförderte Forschungsvorhaben nachgehen:

  1. Welche Wirkungen entfaltet die SUP in ihrer derzeitigen rechtlichen und vollzugspraktischen Ausgestaltung?
  2. Wie gestaltet sich die Anreizsituation der für die SUP relevanten Akteure im Hinblick auf eine effiziente und effektive Anwendung des Instruments SUP?
  3. Welche Defizite sind mit Blick auf den angestrebten Nutzen der SUP feststellbar (Effektivität)?
  4.   In welchem Verhältnis stehen Nutzen und Aufwand der SUP zueinander (Effizienz)
  5.  Welche Nachjustierungen in der Vollzugspraxis und im Rechtsrahmen sind zur Optimierung der SUP-Anwendung in Deutschland zu empfehlen, auch im Hinblick auf die potenzielle Leistungsfähigkeit des Instruments?

 

Konsumverhalten und Innovationen zur nachhaltigen Chemie (KInChem)
Am Beispiel von Produkten mit problematischen Inhaltsstoffen

Das vom BMBF-geförderte Vorhaben untersucht die Bedingungen, unter denen sich am Markt Produkte durchsetzen, die soweit möglich auf problematische Inhaltsstoffe verzichten. Es will damit zu einem "nachhaltigeren" Einsatz von Chemikalien beitragen. Der regulative Rahmen ergibt sich aus der EU-Chemikalienverordnung REACH.
Im Kern geht es dabei darum, auf verschiedenen Ebenen Kommunikations- und Handlungsbarrieren abzubauen: Im Sinne von "Reallaboren" begleitet das Vorhaben verschiedene zumindest in der Erprobung befindliche Informations-Instrumente und evaluiert diese mithilfe eines breiten Spektrums sozialwissenschaftlicher Methoden, um Gestaltungsoptionen zu entwickeln, mit denen sich das REACH-System und dessen institutionellen Kontext fortentwickeln lässt.
Hierzu sind u.a. Defizite und Lücken in verbraucherpolitischen Ansätzen zu addressieren, die sich bislang vorrangig auf die bloße  „Bereitstellung“ von nachhaltigkeitsbezogenen Produktinformationen beziehen.  Das Vorhaben stellt hingegen die Wahrnehmungsraster und Handlungskonstellationen in den Mittelpunkt, in den sich Verbraucher für oder gegen den Kauf eines Produktes entscheiden.
Das vom BMBF im Rahmen der "Forschung für nachhaltige Entwicklungen" (FONA) im Schwerpunkt "Nachhaltiges Wirtschaften" geförderte Forschungsprojekt startete im April 2015. Zum Projekt...

  1. Zwischen der Entscheidungssituation der Konsumenten und den (öko)toxikologischen Daten, etwa durch eine nutzerfreundlich gestaltet "App" zu problematischen Inhaltsstoffen;
  2. zwischen proaktiven Unternehmen und NGO´s sowie treibenden Akteuren auf Seiten der Regulierer sowie
  3. zwischen der „scientific communitity“ der (Öko)Toxikologie und den Transparenz-Mechanismen von REACH zur Gewährleistung der langfristigen Glaubwürdigkeit der Aktivitäten auf den ersten beiden Ebenen.

 

Letzte Aktualisierung: 2020-11-04