Laufende Projekte
TRUSTex
Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien bieten der EU einen Weg zu kreislauforientierten Geschäftsmodellen und verstärken ihr Engagement für Nachhaltige Entwicklung in der globalen Textilindustrie. Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts TRUSTex werden diese Bemühungen durch die Entwicklung von Teststrategien und die Bereitstellung von Empfehlungen zur Durchführbarkeit für die Umsetzung von Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung gefördert. Der Projektfokus liegt auf der Integration von Ökodesign-Grundsätzen und Demontagetechnologien, der Ermittlung von Systemschwächen und der Erarbeitung gezielter Lösungsvorschläge. TRUSTex deckt die wichtigsten Aktivitäten der erweiterten Herstellerverantwortung wie Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling ab und verfolgt das Ziel, Hindernisse zu überwinden und Innovationen zu fördern, die die Fähigkeit der EU zur Bewirtschaftung von Textilabfällen verbessern. Bei der Verfolgung dieses transformativen Ziels stützt sich TRUSTex auf wertvolle Erkenntnisse von Industriepartnern und die sorgfältige Beratung durch Einzelhandelsexperten im Stakeholder-Beirat.
Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf unserer englischen Website (sofia research) oder direkt auf der Projekt-Website (trustexproject.eu).
R-evolve
Die europäische Möbelindustrie hat mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen zu kämpfen, was sich negativ auf die Gewinne auswirkt. Gleichzeitig ergibt sich aus der Inflation ein Rückgang der Verbrauchernachfrage. In diesem Zusammenhang konzentriert sich das Team des EU-finanzierten Projekts R-evolve auf die Entwicklung von Lösungen für Möbeldesign und Geschäftsmodelle, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte im Vordergrund stehen. Mit Unterstützung eines erfahrenen Teams aus Industrieverbänden, Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden diese Lösungen in neun Pilotprojekten erprobt.
R-evolve hat sich zum Ziel gesetzt, den Übergang der Branche zur "Circular Economy" und die Umsetzung der Ökodesign-Verordnung (ESPR) systematisch zu unterstützen, wobei der Schwerpunkt auf kreislaufwirtschaftsorientierten Produkt-System-Innovationen liegt. Dazu gehören kreislaufwirtschaftsorientierte Geschäftsmodelle, Strategien für kreislaufwirtschaftliches Material- und Produktdesign sowie die Nutzung des Digitalen Produktpasses (DPP).
Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf unserer englischen Website (sofia research) oder direkt auf der Projekt-Website (r-evolve.eu).
Regulatorische Experimente für Nachhaltige Entwicklung im Wissenstransfer (RENEW)
Auf Nachhaltige Entwicklung ausgerichtete Wissenstransfersysteme müssen die Beteiligten darin unterstützen, Lösungsansätze für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Das unterscheidet sie maßgeblich von herkömmlichen, auf technologiebasierte Innovationen ausgelegten Wissenstransfersysteme. Die zu entwickelnden Governance-Strukturen müssen an übergeordnete innovations- und wissenschaftspolitische Rahmenbedingungen auf regionaler, nationaler und supranationaler Ebene anknüpfen.
Das von April 2022 bis März 2025 laufende Projekt mit der Georg-August-Universität Göttingen, gefördert vom BMBF, untersucht Governance-Optionen für Wissenstransfersysteme im Hinblick darauf, wie diese systemische Innovationsprozesse vorantreiben können, die zu einer Nachhaltigen Entwicklung beitragen. Auf einer breiten empirischen Basis aufbauend erarbeitet das Projekt Konzepte für regulatorische Experimente zu erarbeiten, mit denen sich erproben lässt, inwieweit es gelingt, bestehende Anreiz-Lücken zu schließen bzw. Hemmnisse zu überwinden. Im Ergebnis identifiziert das Vorhaben innovative Governance-Modelle für Wissenstransfersysteme, die Hochschulangehörige und Praxispartner gleichermaßen stimulieren und befähigen, ihr kreatives Potential so zu mobilisieren, dass daraus Impulse für systemische, nachhaltigkeitsorientierte Innovationen entstehen.
Letzte Aktualisierung: 2026-05-25