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Neue Ansätze zur Risikokommunikation vor dem Hintergrund von REACh, GHS und Nanotechnologie

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie führt die Forschungsgruppe sofia ein Vorhaben durch, in dem es um die Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung von Informationsangeboten zu Produkten für Endverbraucher geht. Hintergrund ist die Feststellung, dass in der neuen europäischen Chemikalienverordnung REACh zwar vielfältige Informationspflichten über die Risiken beim Umgang mit Chemikalien festgelegt sind, dass diese jedoch den Endverbraucher ausklammert, soweit es sich um Haushalte oder beispielsweise Handwerker handelt. Diese haben lediglich bei besonders besorgniserregenden Stoffen das Recht, beim Hersteller nachzufragen, wie die Stoffe in toxikologischer Hinsicht einzuschätzen sind. Damit tut sich dem Konsumenten bzw. dem Anwender vielfältiger Alltagsprodukte gegenüber ein Kommunikationslücke auf., da es eine ganze Reihe von Produkten gibt, deren Gebrauch kaum grundsätzlich zu vermeiden ist, die aber Inhaltsstoffe enthalten, die in größeren Mengen oder in Kombination mit anderen Stoffen, in ökologischer oder gesundheitlicher Hinsicht negative Auswirkungen haben können.


Aufgrund dieser Annahmen soll in dem vorliegenden Vorhaben anhand der Produktgruppen:
   ·  Textilien/Möbel
   ·  Farben und Lacke
   ·  Baumarktchemikalien
nach Optionen gesucht werden, wie durch Kennzeichnungssysteme und entsprechend aufbereitete weiterreichende Informationsmöglichkeiten Konsumentinnen und Konsumenten in die Lage versetzt werden können, beim Kauf und bei der Anwendung von Produkten bewusste Entscheidungen zu treffen, die auch den Aspekt der Inhaltsstoffe und berücksichtigen.


Um die zu erarbeitenden Handlungsempfehlungen zu fundieren wurden in einem ersten Schritt die vorliegenden wissenschaftlichen Studien zum Thema Risiko und Risikokommunikation gesichtet und auf ihre Übertragbarkeit auf den vorliegenden Problemzusammenhang überprüft. In einem zweiten Schritt wurde ein Fragebogen entwickelt, der Fragen zur
   ·  Bewertung von Chemie durch Konsumenten,
   ·  zum Umgang mit Alltagsprodukten,
   ·  zum Informationsverhalten und
   ·  zu sozialstrukturellen Daten enthält.
Die Befragung fand im Februar und März 2008 im Rhein-Main-Gebiet statt. Hierbei wurden zum einen Passanten in der Darmstädter Innenstadt befragt, zum anderen Kunden einer großen Baumarktkette und als dritte Konsumentengruppe Kund(inn)en eines ökologisch orientierten Textilfachhandels.


Darüber hinaus wurden in vier Fokusgruppendiskussionen die genannten Fragenkomplexe detailliert mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Darmstadt im März diskutiert. 


Projektlaufzeit: 07/2007 bis 05/2008.

 


Weitere Informationen:

Ergebnispräsentation am 20. Juni 2008 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie am Standort Berlin.

Informationen zum Stakeholderworkshop


Weitere Dokumente und Veröffentlichungen:

Den Endbericht als herunterladbares PDF finden Sie hier: (PDF; 5MB)


Artikel im "Querschnitt" Ausgabe 23 im März 2009:
"Der Totenkopf beeindruckt mich schon..." von Prof. Dr. Bernd Steffensen und Nicola Below (PDF; 1,95MB)


Artikel im "CHEManager" Ausgabe 17/2009:
"Ich weiß nicht, ob ich das wissen will" von Prof. Dr. Bernd Steffensen (PDF; 960KB)

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