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RESINA: Responsive Steuerung von Innovationsverhalten für Nachhaltigkeit



Ziel
Das Ziel des Vorhabens ist es, Anreize und Hemmnisse in den Regulierungsbereichen Nanotechnologie, Gentechnik und Chemikalien für das unternehmerische Innovationsverhalten entlang von Wertschöpfungsketten zu untersuchen. Aus den Ergebnissen werden Folgerungen für das Zusammenspiel von betrieblicher und überbetrieblicher Innovation und der Innovationspolitik des Staates gezogen.
Die Leitidee des Vorhabens ist, dass die staatliche Regulierung sowie die Förderpolitik zwar insgesamt das unternehmerische Handeln beeinflussen, aber noch immer zu wenig auf Nachhaltigkeit als lernenden Prozess abgestimmt sind. Insbesondere die Schnittstellen zwischen der Förderpolitik und ihrer Anreizwirkung auf Innovationsentscheidungen in Unternehmen werden im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit geprüft und im Sinne einer responsiven Steuerung fortentwickelt.

Mehr zu den Themen Nachhaltigkeit und responsive Regulierung
Das Ziel, Veränderungsprozesse am Leitbild der Nachhaltigkeit auszurichten, ist durch das Grundgesetz und den EG-Vertrag vorgegeben. Die Anreize, Innovationsprozesse anzugehen, beeinflusst der Staat durch eine Reihe von Instrumenten wie Patente, Urheberrechte, regionale Herkunftsbezeichnungen, etc. Parallel fördert er Innovationen von Unternehmen durch Darlehen, Beteiligungen und Zuschüsse oder durch die Bereitstellung von (wissenschaftlicher) Infrastruktur. Und schließlich reguliert er, beispielsweise im Arbeits- und Umweltschutz, die Anwendung von Technologien durch Standards und initiiert bzw. behindert damit Innovationen.
Ausgehend von der privaten Initiative der Unternehmen, die in Kooperation mit anderen Innovatoren der Wertschöpfungskette oder aus öffentlichen Einrichtungen neue Produkt- oder Verfahrensideen entwickeln, greift der Staat auf vielfältige Weise ein und fördert bestimmte Sektoren, Technologien oder Anwendungen. Dabei kommt es darauf an, Innovationen, die zu mehr Nachhaltigkeit beitragen, zu unterstützen und Innovationen, die Nachhaltigkeit beeinträchtigen, eine Förderung zu versagen.
Da es sich um lernende Prozesse handelt, muss die Steuerung responsiv erfolgen, d.h. auf flexible Weise die Situationswahrnehmung und Anreizsituation der Unternehmen in die Gestaltung des Regelungsrahmens einbeziehen. Deshalb untersucht das Projekt, wie der Staat die Akteure dazu bewegen kann, die Folgen ihrer innovativen Tätigkeiten bereits in der Entwicklung zu berücksichtigen und lernend nach der nachhaltigsten Option zu suchen.


Partner aus der Wirtschaft
Folgende Unternehmen und Institutionen aus der Wirtschaft haben ihre Unterstützung des Projektes zugesagt:
•    Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik GmbH & Co.KG
•    Verband der chemischen Industrie e. V. (VCI)
•    W.C. Heraeus GmbH
•    Wittenstein AG

Forschungsverbund
Das RESINA-Projekt wird in einem Forschungsverbund     
der Universität Göttingen und der Hochschule Darmstadt durchgeführt.
Universität Göttingen:    
Prof. Dr. Kilian Bizer,    
Prof. Dr. Klaus Möller und     
Prof. Dr. Tobias Stoll
Hochschule Darmstadt:    
Prof. Dr. Martin Führ und
Dipl.-Informationsjurist (FH) Julian Schenten

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
im Rahmen des FONA-Schwerpunktes „Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit“


Förderdauer
1. September 2010 bis 31. August 2013

Ansprechpartner an der Hochschule Darmstadt
Julian Schenten
E-Mail: schenten@sofia-darmstadt.de

Ansprechpartnerin an der Universität Göttingen
Yvonne Eggert
E-mail: yvonne.eggert@wiwi.uni-goettingen.de


Letzte Aktualisierung: 2010-11-10

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