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Standardisierungsoptionen
Die Ergebnisse des Screenings in Phase A dieser Untersuchung belegen eindrucksvoll, dass sich durch Standardisierung an vielen Stellen die Implementation von Belangen des Natur und Landschaftsschutzes verbessern lässt. Standardisierungsprozesse brauchen Zeit. Hat sich ein Standard aber einmal allgemein durchgesetzt, besteht ein erhebliches Potenzial, Transaktionskosten zu senken. Dies gilt auch bei der Durchsetzung von Naturschutzbelangen, was letztlich sowohl dem materiellen Naturschutz, aber auch den MitarbeiterInnen in den mit Naturschutzfragen befassten Behörden zugute kommt; denn sie müssen nicht mehr in jedem Einzelfall Dinge durchfechten, die bereits Gegenstand des Standardisierungsprozesses waren. Es zeigen sich eine ganze Reihe geeigneter Standardisierungsgegenstände. Daraus ergibt sich die Empfehlung, den Ansatz „Standardisierung“ als Instrument, Naturschutzbelange zur Geltung zu bringen, weiter zu verfolgen und praktische Erfahrungen mit diesem Instrument zu sammeln und auszuwerten. Im Mittelpunkt der zweiten Untersuchungsphase (B) stand die Suche nach geeigneten Organisationsformen und institutionellen Randbedingungen für naturschutzrelevante Standardisierungsverfahren. Zu unterscheiden ist dabei zwischen den beiden inhaltlichen Schwerpunkten („Säulen“) des Vorhabens: Standardisierung im Naturschutz und Naturschutz in der Normung: Bislang gibt es keine Standardisierungsorganisation, die nach ihrem Aufgabenfeld beide Bereiche abdecken würde. Zu entscheiden ist daher, in welcher Organisationsform die Standardisierungsvorhaben am sinnvollsten zu bearbeiten sind. Dabei ist zwischen den beiden inhaltlichen Schwerpunkten zu unterscheiden. Mehr...
Organisation und Institutionalisierung der Standardisierung
Standards können viel Akzeptanz finden, wenn bei ihrer Ausgestaltung alle relevanten Gruppen einbezogen werden. Je stärker der Standardisierungsprozess in der Lage ist, Konsensstrategien innerhalb des Naturschutzes aufzubauen, desto eher gelingt es, Planungen, Förderprogramme und Normen für den Naturschutz anhand der Standards auszugestalten. Deshalb wurde im zweiten Projektabschnitt untersucht, inwieweit die materiell organisatorischen und institutionellen Voraussetzungen in einer Normungseinrichtung wie dem DIN geeignet sind, die Implementierung von Naturschutzaspekten durch Standardisierung zu unterstützen. Eine Möglichkeit der Organisation und Institutionalisierung der Standardisierung von Naturschutzthemen ist die Kooperation mit anderen Einrichtungen, die bisher schon in der Standardisierung tätig sind, sich mit Naturschutzthemen befassen und mit dem DIN kooperieren. Mehr...
Empfehlungen
Auf der Basis der Ergebnisse der ersten Phase verfolgte das Teilprojekt "Standardisierung
im Naturschutz - Institutionelle und organisatorische Gestaltungsoptionen" das Ziel, zweckmäßige Standardisierungsorganisationen sowie geeignete institutionelle Rahmen vorzuschlagen, um einen erfolgreichen Standardisierungsprozess initiieren zu können. Auf der Grundlage erarbeiteter Vorschläge wurde ein Diskurs mit relevanten Akteuren initiiert. Dazu fand Ende September 2003 ein Workshop mit Vertretern aus den Bereichen Ministerien, Fachbehörden, Berufsverbände, Wissenschaft, Normung und Projektbearbeitung statt. Die daran anschließende Auswertung sowie die Ergebnisse der ersten Phase bilden die Basis für weiterführende Empfehlungen. Mehr...
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