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LOEWE Schwerpunkt "Eigenlogik der Städte"


Antragsteller: Technische Universität Darmstadt.
Partner: Hochschule Darmstadt.
Förderung: „LOEWE - Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“.
Förderdauer: 3 Jahre.
Koordination:  Prof. Dr. Martina Löw der Technischen Universität Darmstadt.

 
Ansprechpartner bei sofia:

Prof. Dr. Martin Führ,

Dr. Georg Cichorowski

cichorowski@sofia-darmstadt.de

Tel.: 06151-16 8746


Förderungskontext
Die „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ („LOEWE“) ist ein Forschungsförderungsprogramm, mit dem das Land Hessen wissenschaftspolitische Impulse setzen und die hessische Forschungslandschaft nachhaltig stärken will. Damit wird eine Anschubfinanzierung geleistet, die den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen eine Schwerpunktbildung und damit eine weitere Profilierung erleichtern soll. Ziel ist auch eine intensivere Vernetzung von Wissenschaft, außeruniversitärer Forschung und Wirtschaft.

Forschungsansatz des Forschungsschwerpunktes
Im Mittelpunkt des LOEWE-Forschungs-Schwerpunktes „Eigenlogik der Städte“ steht die langfristige Institutionalisierung und Strukturierung einer interdis-ziplinären Stadtforschung, welche sich das Ziel gestellt hat, die Eigenlogik der Städte im Sinne einer „generativen Grammatik“ der Stadt zu untersuchen. Die Stadt selbst in ihrer Eigenart wird zum Gegenstand der Forschung gemacht.
Der interdisziplinäre Verbund greift die aktuellen Herausforderungen einer sozial-integrativen, ökologisch nachhaltigen Stadtentwicklung auf. Diese bestehen in drei zentralen Aufgaben: Erstens der Profilierung von Stadtspezifika unter Bedingungen von Homogenisierung und Regionalisierung, zweitens der sozial-ökologischen Verträglichkeit bei fortschreitender Urbanisierung sowie drittens der Aneignung und Selektion von handlungsrelevantem Wissen angesichts einer überbordenden Informationsvielfalt.

Vorgehensweise
Das zentrale methodische Instrument der Darmstädter Stadtforschung ist der Städtevergleich. In drei Forschergruppen und parallel verfassten Qualifikationsarbeiten werden verschiedene Verfahren des Vergleichs angewandt: „most similar case design“, Fallkontrastierung sowie konzentrische Vergleichsstudien. Das Material wird schließlich zusammengeführt mit dem Ziel „Familienähnlichkeiten“ zwischen Städten zu identifizieren.

Für die Forschergruppe A steht die Frage im Zentrum, wie die Merkmale von Eigenlogik genauer zu definieren sind, mit welchen Begriffen und Methoden Eigenlogik am besten zu erforschen ist und welche Grundzüge eine Theorie der Städte aufweisen kann. Forschergruppe A übernimmt damit wissensorganisatorische Funktionen für das Gesamtvorhaben.

Die Forschergruppe B geht von der These aus, dass nachhaltige Entwicklung auf städtischer Ebene nicht nur von naturräumlichen, technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, sondern auch von eigenlogischen Prozessen determiniert wird. Sie widmet sich daher der Aufgabe, die Rolle der eigenlogischen Dispositionen und Entwicklungen auf materieller und institutioneller Ebene zu klären.

Die Forschergruppe C reflektiert empirische Befunde zur Bedeutung von Wissen für Stadtentwicklung. Im Fokus steht dementsprechend die Frage, inwieweit es von lokalen Bedingungen abhängt, ob bestimmte verfügbare Wissensbestände in Entscheidungen aufgegriffen werden oder nicht. Die Verwendung von Wissen ist ein optimales empirisches Feld, um eigenlogische Prozesse zu präparieren, weil verschiedene Felder über Wissen in Beziehung gesetzt werden können.

Die Forschergruppen führen zunächst exemplarische Fallstudien durch, um empirisch fundierte Aussagen über die Konstitution von Eigenlogik treffen zu können. Im Verbund der drei Forschergruppen sollen auf Basis der Fallstudien Hypothesen über die Dynamiken von Eigenlogik und die Kriterien für Familienbildung unter Städten formuliert werden, die im dann zu bean-tragenden SFB langfristig gemeinsam im internationalen Maßstab ausformuliert werden.

Stand der Arbeiten
Es wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, um die Arbeiten des Stadtforschungsschwerpunktes mit Fachleuten in Städten sowie mit der Stadtforschung in anderen Hessischen Universitäten zu vernetzen. In monatlichen Plenumstreffen befruchten Referate interna-tionaler Forscher regelmäßig die gemeinsame Diskussion.
Im September 2010 wurde die Jahrestagung der European Urban Research Association (EURA) zum Thema „Understanding City Dynamics“ veranstaltet. Für 2011 ist eine große internationale Konferenz zur „Intrinsic Logic of Cities“ geplant.

Seit 2008 werden die Arbeitsergebnisse des Stadtforschungsschwerpunktes beim Campus-Verlag in der eigenen Buchreihe „Interdisziplinäre Stadtforschung“ publiziert.

Es ist die „Graduate School for Urban Studies (URBAN-Grad)“ eingerichtet worden, an der auch 10 durch die Landesförderung finanzierte Stipendiaten teilnehmen.

Alle Forschergruppen haben mittlerweile einen Vollantrag zur Förderung einer Forschergruppe bei der DFG eingereicht.


Weiterführende Informationen:




URBAN-grad

Die Darmstädter Stadtforschung betreibt seit Februar 2008 die Graduierten-schule „Graduate School for Urban Studies“ (URBAN-grad). Die Exzellenziniti-ative des Landes unterstützt auch diesen Teil der Darmstädter Stadtforschung mit 8 Stipendien.

 

 

Weiterführende Informationen:

  • Zur URBAN-grad auf der Homepage des Instituts für Soziologie (IFS) an der TU Darmstadt (30.11.2009).

 

 

Interessante Veröffentlichungen zum Thema Eigenlogik der Städte

  • Helmuth Berking (Hg.), Martina Löw (Hg.): Die Eigenlogik der Städte - Neue Wege für die Stadtforschung. Campus Frankfurt, 2008.

 

  • Martina Löw: Soziologie der Städte. Suhrkamp Frankfurt, 2008.

 

  • Silke Steets: Wir sind die Stadt. Kulturelle Netzwerke und die Konstitution städtischer Räume in Leipzig. Campus Frankfurt, 2008.

 

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